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Fatale Selbstüberschätzung

Fatale Selbstüberschätzung kennen wir alle. Der Eine bricht sich ein Bein, weil er glaubt ein guter Skifahrer zu sein. Ein Anderer wird beim Karaoke ausgebuht, obwohl er immer glaubte ein guter Sänger zu sein. Wieder Andere beweisen sich wieder und wieder im Witze erzählen, übersehen aber die gähnenden Zuhörer.

Meine fatale Selbstüberschätzung geschieht auf Gefühlsebene. Ich glaube: Jeder der mich einmal geliebt hat, kann damit nie wieder aufhören. Ich muss selbstverliebt, lernresistent und blind sein, könnte man glauben. Stattdessen verabscheue ich meine Person überwiegend, suche angestrengt nach Lösungen oder dem 'Masterplan' und versuche die Augen so weit wie möglich zu öffnen. 

Warum also dann diese fatale Selbstüberschätzung?

Als ich klein war sagte meine Mutter immer zu: "Du bist ein ganz besonderes Kind. Alles was du erreichen willst, wirst du auch erreichen. Du findest einen Weg. Immer."

Liegt die Antwort in der Kindheit? Ich glaube fest daran, dass alles zu schaffen ist, steckt man genügend Herzblut in eine Sache. So auch in der Liebe. Findet man den goldenen Schlüssel - das richtige Wort - fallen die Sterne vom Himmel und erleuchten jedes Herz.

Ich bin gescheitert. Es ist nicht wahr, dass Liebe endlos ist. Es ist eine Lüge, in einer Traumwelt zu leben. Die Realität ist eine fiese Stiefmutter. Sie gibt dir soviel Wärme, wie du sie zum Überleben brauchst, doch wehe, solltest du noch mehr begehren. Mit ihren langen Nägeln kratzt sie über dein Gesicht. Sie greift dich am Nacken und schlägt dich gegen die Wand.

Erwarte nichts, dann wirst du nicht enttäuscht. Verhalte dich wie du willst und du bekommst Applaus. Ignoriere das Wort Empathie, du wirst ein Menschenfreund. Komm darauf klar, oder bring dich um. Versager sind hier unerwünscht. 

Und irgendwann, man spielt das Spiel schon so lang, bemerkt man das alles andere ganz taub geworden ist. Jedes Gefühl ist stumpf, bis diese fatale Selbstüberschätzung anfängt.

Man hat seinen Sinn, seine Existenz in einem Gedanken gelegt. "Mich liebt man immer" (was ich erreichen will, erreiche ich).

Versteift versucht man also, alles für das Erreichen des Ziels zu investieren. Man jagt einen fliegenden Drachen, den Geldschein an der Angel. Es gibt kein Ankommen. Es ist ein ewiges Rennen gegen den Verstand.

Aufwachen!

Aufwachen!

Sind die fatalen Selbstüberschätzungen aufgedeckt, werden auch die inneren Stimmen laut. "Du wirst dein Ziel nicht erreichen. Hör endlich auf zu kämpfen! Es lohnt nicht." Gedanken die sich überschlagen. Ein Konflikt entsteht. Instinktiv weiß man, dass die Stimme der Vernunft die Wahrheit spricht. Wir erkennen das wir die Fäuste sinken lassen müssen. Wir verachten uns für den Irrweg den wir gegangen sind.

Und dann...ganz leise und schüchtern, spricht dann das Herz: "Aber was, wenn wir doch die Kraft der Liebe in uns haben und Mama immer Recht hatte? Willst du nicht mehr hoffen? Hast du deinen Glauben verloren?"

Es tut weh. Wir vergießen viele Tränen, verzweifeln an dem Zwiespalt zwischen Herz und Verstand. Wem kann man glauben, was wird geschehen? Was ist mein Weg?

Man verhält sich programmiert. Ein Chaos findet im eigenen Körper statt. Man sucht den Stopknopf, um den Denkprozess, der zu nichts führt, endgültig zu beenden. Man vermisst die Stille. Wie ein Roboter führt man seinen Tag durch. Lernen kann man nichts, Schönes genießt man nicht, man ängstigt sich vor der Einsamkeit.

Fatale Selbstüberschätzung.

Der Punkt vor dem Ende. Man kennt nun die Meinungen von Herz und Verstand und hat eingesehen, dass es keine Lösung gibt. Man betreibt Konfliktmanagement und versucht einen neuen Ansatz zu finden. Kompromisse werden geschlossen. Schlussendlich sind alle Parteien unzufrieden, aber die Diskussion vorerst beendet.

Nach einiger Zeit bemerkt man allerdings, dass keinen erholsamen Schlaf findet und eigenartige Eindrücke, beim Erwachen, vor Augen hat. Es wird einem bewusst, dass Herz und Verstand ins Unterbewusstsein abgetaucht sind und dort weiter streiten. Erschöpft schüttelt man den Kopf, lässt die beiden wieder öffentlich diskutieren. Alles beim Alten. Sie sind laut, dann kommt ein kurzer Kompromiss, schon bald vergiften sie deine Träume, nächster Versuch.

Was waren nun noch mal die Alternativen bei fataler Selbstüberschätzung?


 

12.4.14 00:00
 


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